# Love endureth

Psalmvertonungen mit Rezitationen von Mirna Funk

1.  Freitag, 26. Juli 2024, 19:00 Uhr

    Schloss Hohentübingen  
    Burgsteige 11

## Programm

1.  Salomone Rossi: Psalm 124
2.  Menachem Wiesenberg: Two Songs of Land
3.  Viktor Ullmann: Zwei hebräische Chöre
4.  Menachem Wiesenberg: Take Me Under Your Wing
5.  Felicitas Kukuck: Psalm
6.  Viktor Ullmann: Drei jiddische Männerchöre
7.  Louis Lewandowski: Enosh (aus Psalm 103)
8.  Gideon Klein: Bachuri Le’an Tisa
9.  Ella Milch-Sheriff: Miserere Mei
10. Ilse Weber: 3 Lieder
11. Roxanna Panufnik: Love Endureth

Chormusik jüdischer Komponist\_innen von Renaissance bis Gegenwart erklingt beim Konzertabend, den wir zusammen mit der Schriftstellerin und Journalistin Mirna Funk gestalten.

Das Konzert beginnt mit einem hebräischen Psalm von **Salomone Rossi** (ca. 1570–1630), dessen Vorbild Claudio Monteverdi war. Eine Trauerklage von **Louis Lewandowski** (1821–1894) aus dem 19. Jahrhundert leitet über zu Kompositionen, die **Gideon Klein** (1919–1945), **Ilse Weber** (1903–1944) und **Viktor Ullmann** (1898–1944) unter unvorstellbaren Bedingungen im Konzentrationslager Theresienstadt schufen.

Für die Moderne stehen **Ella Milch-Sheriff** (geb. 1954) und **Menachem Wiesenberg** (geb. 1950) aus Israel sowie **Roxanna Panufnik** (geb. 1968) aus London, die musikalische Brücken zwischen den Religionen baut. Außerdem erklingt mit „Die Niemandsrose“ der deutschen Komponistin **Felicitas Kukuck** (1914–2001) die Vertonung eines Gedichts von Paul Celan.

Die Werke jüdischer Komponist\_innen ergänzt Mirna Funk um Ausschnitte aus ihrem Sachbuch „Von Juden lernen“, in dem sie Theorien der jüdischen Ideengeschichte mit der Gegenwart verbindet. Gemeinsam zeigen Musik und Text: Die Liebe hat Bestand – „Love endureth“.

## Pressestimmen

> Der 400-Jahr-Bogen reichte bis zu Menachem Wiesenberg (›Two Songs of Land‹), einem der renommiertesten israelischen Komponisten der Gegenwart, sowie den klangfindig experimentier­freudigen Zeitgenossinnen Ella Milch-Sheriff (›Miserere‹) und Roxanna Panufnik (das doppelchörige ›Love Endureth‹). Open Air lässt es sich nicht leicht singen, zudem a cappella. Umso mehr überraschte die Intonations­sicherheit und ausgewogene Klanggebung des 50-stimmigen Kammerchors.

Achim Stricker, Schwäbisches Tagblatt vom 29\. Juli 2024
