Hear my prayer
A-Cappella-Werke von Purcell, Berger, Tallis, Johann Michael Bach, Rubbra, Sandström
- Samstag, 1. April 2023, 19:00 UhrEberhardskirche Tübingen
Eugenstraße 21 - Sonntag, 2. April 2023, 19:00 UhrHohenkreuzkirche Esslingen
Seracher Straße 2-4
Am letzten Wochenende vor Ostern kombinieren wir Schätze geistlicher Passionsmusik vom Barock bis zur Moderne.
Das Programm wird eingerahmt von der Motette „Hear my prayer“, die zunächst in der Originalfassung von Henry Purcell (1659-1695) erklingt und den Abend in der Bearbeitung von Sven-David Sandström (1942-2019) beschließt. Sandström beginnt dabei original wie Purcell und ergänzt dessen Werk um moderne Strukturen und Tonverläufe, wobei der inniglich-flehende Charakter nicht nur erhalten bleibt, sondern noch verstärkt wird. Einen weiteren Rahmen bilden die „Lamentations of Jeremiah“ von Thomas Tallis (1505-1585), eine Vertonung der Klagelieder des Propheten Jeremia.
Als barocke Ergänzung erklingt die doppelchörige Motette „Halt, was du hast“ von Johann Michael Bach (1648-1694), deren Grundlage der berühmte Choral „Jesu, meine Freude“ ist. Ein romantisches Gegengewicht zur englischen Renaissance-Musik bilden zwei geistliche Lieder des deutschen Komponisten Wilhelm Berger (1861-1911), dessen Werk erst seit rund 20 Jahren wiederentdeckt wird. Ebenfalls hierzulande wenig bekannt ist der englische Komponist Edmund Rubbra (1901-1986), der unter anderem bei Gustav Holst studierte. Er war ein Zeitgenosse von Benjamin Britten, fühlte sich aber wesentlich mehr als dieser der tonalen Musik verpflichtet. Es erklingen die drei Motetten des Second Nocturne seiner insgesamt „Nine Tenebrae Motets“, in denen er Bibeltexte zu den Kartagen vertont hat.