An den Wassern zu Babel

Heinrich Schütz und seine Gefährten

Werke von Schütz, Palestrina, Gabrieli, Praetorius, Scheidt, Hauptmann, Distler und Mahnkopf

  1. Samstag, 14. Mai 2022, 20:00 Uhr
    St. Johannes, Tübingen
    Froschgasse 4
  2. Sonntag, 15. Mai 2022, 17:00 Uhr
    Stiftskirche Beutelsbach
    Marktplatz 8

Zum 350. Todestag von Heinrich Schütz präsentieren wir ein Konzertprogramm, das sich dem bedeutendsten deutschen Komponisten des Frühbarocks in all seinen Schaffensphasen widmet. Dazu erklingen Werke von Weggefährten zu seiner Lebenszeit und von Komponisten, die von Schütz geprägt wurden.

Das Konzertprogramm kombiniert Werke von Heinrich Schütz mit denen seiner Vorbilder (Giovanni Palestrina), Lehrer (Giovanni Gabrieli), Kollegen (Michael Praetorius, Samuel Scheidt) und Freunde (Johann Hermann Schein). Nach seinem Tod blieb Schütz’ Werk lange Zeit vergessen. Erst in der Romantik wurde er wieder häufiger aufgeführt, was Einfluss auf romantische Komponisten hatte. Dazu gehört der eher unbekannte Moritz Hauptmann, der unter anderem in Dresden – Schütz’ längster Wirkungsstätte – und in Kassel tätig war, wo Schütz sein Schaffen begann. Auch Hugo Distler ist ohne Schütz in mehrfacher Hinsicht nicht denkbar, daher darf ein Werk von ihm nicht fehlen. Für die Moderne steht der Komponist Claus-Steffen Mahnkopf mit einem eher experimentellen Werk, das insbesondere thematisch sehr gut passt.

Pressestimmen

Alle Motetten wurden mit der gleichen Sorgfalt und Intensität dargeboten, von der jungen Dirigentin mit ausgebreiteten Händen und präzisen Gesten geleitet; die Choristen wechselten zwischen­durch diskret ihre Positionen, um sich den unterschiedlichen Besetzungen zwischen vier- und acht­stimmigem mehrchörigen Satz anzupassen. Sie zeigten sich bestens aufeinander eingehört, intonations­sicher und stimmlich präsent, kaum etwas trübte den Eindruck von vielstimmiger Reinheit und Harmonie.

Hella Schreiber, Schwäbisches Tagblatt vom 16.5.2022