An den Wassern zu Babel

Heinrich Schütz und seine Gefährten
  1. St. Johannes, Tübingen
    Froschgasse 4
  2. Stiftskirche Beutelsbach
    Stiftstraße 21

Programm

  1. Claus-Steffen Mahnkopf mehr wasser
  2. Heinrich Schütz An den Wassern zu Babel
  3. Giovanni Pierluigi da Palestrina Super flumina babylonis
  4. Giovanni Gabrieli Ego dixi, Domine
  5. Michael Praetorius Spera in Domino
  6. Heinrich Schütz Spes mea, Christe Deus
  7. Heinrich Schütz Herr, auf dich traue ich
  8. Hugo Distler In der Welt habt ihr Angst
  9. Samuel Scheidt Richte mich, Gott
  10. Moritz Hauptmann Nun, Herr, wes sollt ich mich getrösten?
  11. Heinrich Schütz Das ist je gewisslich wahr
  12. Johann Hermann Schein Unser Leben währet siebnzig Jahr
  13. Heinrich Schütz Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen

Zum 350. Todestag von Heinrich Schütz präsentieren wir ein Konzertprogramm, das sich dem bedeutendsten deutschen Komponisten des Frühbarocks in all seinen Schaffensphasen widmet. Dazu erklingen Werke von Weggefährten zu seiner Lebenszeit und von Komponisten, die von Schütz geprägt wurden.

Das Konzertprogramm kombiniert Werke von Heinrich Schütz mit denen seiner Vorbilder (Giovanni Palestrina), Lehrer (Giovanni Gabrieli), Kollegen (Michael Praetorius, Samuel Scheidt) und Freunde (Johann Hermann Schein). Nach seinem Tod blieb Schütz’ Werk lange Zeit vergessen. Erst in der Romantik wurde er wieder häufiger aufgeführt, was Einfluss auf romantische Komponisten hatte. Dazu gehört der eher unbekannte Moritz Hauptmann, der unter anderem in Dresden – Schütz’ längster Wirkungsstätte – und in Kassel tätig war, wo Schütz sein Schaffen begann. Auch Hugo Distler ist ohne Schütz in mehrfacher Hinsicht nicht denkbar, daher darf ein Werk von ihm nicht fehlen. Für die Moderne steht der Komponist Claus-Steffen Mahnkopf mit einem eher experimentellen Werk, das insbesondere thematisch sehr gut passt.

Pressestimmen

Alle Motetten wurden mit der gleichen Sorgfalt und Intensität dargeboten, von der jungen Dirigentin mit ausgebreiteten Händen und präzisen Gesten geleitet; die Choristen wechselten zwischen­durch diskret ihre Positionen, um sich den unterschiedlichen Besetzungen zwischen vier- und acht­stimmigem mehrchörigen Satz anzupassen. Sie zeigten sich bestens aufeinander eingehört, intonations­sicher und stimmlich präsent, kaum etwas trübte den Eindruck von vielstimmiger Reinheit und Harmonie.

Hella Schreiber, Schwäbisches Tagblatt vom 16. Mai 2022