Haydn: Die Schöpfung

  1. Samstag, 22. Oktober 2022, 19:00 Uhr
    Herz-Jesu-Kirche Pforzheim
    Jörg-Ratgeb-Str. 7
  2. Sonntag, 23. Oktober 2022, 16:00 Uhr
    Stiftskirche Tübingen
    Holzmarkt 1

Zum ersten Mal seit 2017 präsentieren wir wieder ein Oratorium mit Orchester und Solisten: „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn.

Mit uns musizieren das Karlsruher Barockorchester auf historischen Instrumenten und die Gesangssolisten Monika Mauch (Sopran), Stephan Scherpe (Tenor) und Magnus Piontek (Bass). Die Aufführung war ursprünglich zum 40-jährigen Bestehen unseres Ensembles im Jahr 2021 geplant und musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Die Anregung zur Komposition der „Schöpfung“ erhielt Joseph Haydn (1732-1809) bei seinen zwei Aufenthalten in England, wo er die Oratorien Georg Friedrich Händels in großer Besetzung gehört hatte. Aus London brachte er die Textvorlage mit, die er sich von seinem Förderer Gottfried Freiherr van Swieten übersetzen und bearbeiten ließ. Das dreiteilige Werk thematisiert die Erschaffung der Welt, wie sie im ersten Kapitel der Genesis erzählt wird. Es folgt den dort genannten Werken Gottes an den Tagen eins bis sechs, führt aber statt des siebten Tags eine Betrachtung der ersten Menschen im Paradies aus.

Haydn hat „Die Schöpfung“ zwischen 1796 und 1798 komponiert – eine für ihn nach eigener Aussage grundlegende religiöse Erfahrung. Er arbeitete an dem Projekt bis zur Erschöpfung, und tatsächlich erkrankte er nach der Uraufführung für längere Zeit. Die ersten privaten Aufführungen fanden Ende April 1798 statt, die umjubelte erste öffentliche Aufführung war im März 1799 im alten Burgtheater in Wien. Seither gehört dieses Werk, das Einfachheit und Erhabenheit aufs Schönste verbindet, zu den beliebtesten seiner Gattung.

Pressestimmen

Ein 42-stimmiger, intonationssicherer Kammerchor mit professionellen Klangfinessen und ausdifferenzierter Mikro­dynamik; Tongebung und rhetorische Artikulation akribisch ausbalanciert. Spannend mitzuerleben, wie Mohr in den großen Chorsätzen Crescendi und Klangarchitekturen aufbaute: angereichert, potenziert und gesteigert durch immer mehr Details.

Achim Stricker, Schwäbisches Tagblatt vom 25.10.2022